Name-dropping und Wunschtransfers – VfB-Kaderplanung in der 2. Liga

Nun ist es also passiert. Der VfB Stuttgart ist abgestiegen. Uns steht also eine total spannende Zeit mit vielen Gerüchten und Wechseln bevor. Ein einigermaßen vielversprechendes Gerüst scheint zu stehen, dennoch ist es notwendig, Kaderbaustellen endlich sinnvoll zu schließen. Ich habe mal recherchiert, wer uns für Liga 2 vielleicht weiterhelfen könnte, habe mir Statistiken angesehen und mein Wunsch-Schema erarbeitet. Es ist viel Name-dropping dabei, allerdings auch ein paar Namen, die ich furchtbar gern beim VfB sehen würde. Viel Spaß beim Lesen!

 

Status quo TW:

Przemyslaw Tyton                                                                                                                                 Mitchell Langerak                                                                                                                            Benjamin Uphoff

Auch wenn ich Titi gerne habe, trennen sich wohl die Wege. Für ihn sollte eine kleine Ablöse drin sein, mit der ich Andreas Luthe vom VfL Bochum finanzieren würde. Ich halte Luthe für einen sehr guten Torhüter, der zudem wahrscheinlich gar nicht so teuer wäre, da er momentan suspendiert ist. Alternativ könnte ich mir auch Patric Klandt (Ersatzkeeper SC Freiburg) und Daniel Haas (Union Berlin) vorstellen. Beide stellen die erfahrene Lösung dar, während Luthe noch im besten Fußballer-Alter ist. Als dritten Torhüter würde ich einen jungen Torhüter bevorzugen. Hier liegt die interne Lösung Benni Uphoff oder Marius Funk nahe. Als ersten Torhüter würde ich Mitchell Langerak bevorzugen, der angekündigt hat, dass er bleibt.

 

Status quo LV

Emiliano Insua                                                                                                                                      Philipp Heise

Hier würde ich am liebsten nichts verändern. Zwei spielstarke LV mit Offensivdrang sind das, was wir gegen tiefstehende Gegner in Liga 2 brauchen. Im Notfall könnte mit Mete Celik oder Thomas Hagn vom VfB II aufgefüllt werden. Sollte Emiliano nicht bleiben, fände ich Leart Paqarada vom SV Sandhausen super. Es ist noch jung und hat diese Saison super Ansätze gezeigt.

 

Status quo IV

Timo Baumgartl                                                                                                                                          Toni Sunjic                                                                                                                                                    Federico Barba                                                                                                                                        Daniel Schwaab                                                                                                                                        Georg Niedermeier

Was die Innenverteidigung angeht befürworte ich einen absoluten Umbruch. So würde ich die auslaufenden Verträge von Niedermeier und Schwaab nicht verlängern. Bei Barba ist es schwierig, ihn anhand zweier Spiele zu beurteilen. Die Tendenz geht auch hier eher Richtung Abschied. Sunjic würde ich verkaufen. Für Timo Baumgartl ist die zweite Liga aber eher eine Chance, sich körperlich und kämpferisch weiterzuentwickeln. Außerdem könnte er eine Identifikationsfigur für die Fans werden. Aus den Gerüchten der Vergangenheit ist mir vor allem der Name Rasmus Thelander hängen geblieben, der ordentliches Feedback hervorrufen konnte. Ihn würde ich gerne im Brustring begrüßen. Außerdem könnte ich mir Macel Correira von Eintracht Braunschweig gut vorstellen. Weitere interessante Namen wären beispielsweise Christian Schulz (Hannover 96) und Arlind Ajeti (albanischer Nationalspieler, Frosinone Calcio) die beide Stand jetzt ablösefrei wären. Ergänzt werden kann diese Position um Stefan Ripic aus der 2. Mannschaft und die U19-Spieler Sercan Baloglu, Danny Collinge und Alex Groiß

 

Status quo RV

Kevin Großkreutz                                                                                                                                  Florian Klein

Neu: Jean Zimmer.

Durch den Neueinkauf Jean Zimmer halte ich es für sinnvoll das Kapitel Florian Klein beim VfB Stuttgart zu beenden. Die interne Nachbesetzung mit Matthias Zimmermann halte ich für mindestens gleichwertig. Dahinter sehe ich Fabian Gmeiner aus der U19, der jetzt oder nie den Sprung schaffen muss. Die Szenen, die ich von ihm gesehen habe, sahen sehr vielversprechend aus.

 

Status quo DM/ZM

Serey Die                                                                                                                                                      Mart Ristl                                                                                                                                             Christian Gentner                                                                                                                                    Lukas Rupp

Aus meinem Blickwinkel würde ich es befürworten, alle 4 zu halten, v.a. da ich Rupp eher in einer offensiven Reihe rechts sehe. Dazu muss definitiv noch mindestens ein Spieler der die 6 spielen kann, verpflichtet werden, um den Platz hinter Die zu füllen. Ich würde hier Denis Linsmayer vom SV Sandhausen und Sebastian Griesbeck vom 1. FC Heidenheim vorschlagen. Alternativ wäre auch Damir Kreilach von Union Berlin eine Lösung. Alle drei haben in meinen Augen eine gute Saison gespielt und können dem VfB weiterhelfen. Auffüllen würde ich diese Position mit Max Besuschkow, der beim VfB II überzeugen konnte.

 

Status quo OM:

Daniel Didavi                                                                                                                                          Alexandru Maxim                                                                                                                                   Arianit Ferati                                                                                                                                               Marvin Wanitzek

Da Daniel Didavi den Verein verlässt, wird es Zeit für Alex Maxim die Lücke dahinter zu schließen. Ich persönlich glaube an das Potenzial von Ferati und Wanitzek und würde versuchen, sie hinter Maxim aufzubauen. Joel Sonora vom VfB II und Berkay Özcan aus der U19 sind ebenfalls spannende Kandidaten. Da man nicht von den ganzen jungen Spielern den Durchbruch sofort erwarten kann, würde ich die (offizielle) BU-Position für Maxim extern besetzen. Hier finde ich die Namen Kevin Möhwald (1.FC Nürnberg – vorausgesetzt, sie steigen nicht auf) und Yuya Osako (1.FC Köln) interessant.

 

Status quo LM

Filip Kostic

HIer muss wohl allein schon aus finanziellen Gründen etwas verändert werden. Entsprechend würde ich aber auch stark nachbesetzen, da ein funktionierender Flügel gegen tief stehende Gegner gegen den großen VfB gold wert sein kann. Ich fände Gerrit Holtmann (Eintracht Braunschweig) und Marvin Stefaniak (Dynamo Dresden) wäre hier eine passable Besetzung. V.a. letzterer kam in der 3. Liga auf stolze 18 Torvorlagen und ist mit 21 Jahren noch sehr entwicklungsfähig. Moritz Stoppelkamp (SC Paderborn) wäre ebenfalls eine spannende Personalie. Daneben gibt es in Deutschland viele Spieler, deren Verträge auslaufen: Ruben Jensen (1. FC Kaiserslautern), Marco Terrazzino (VfL Bochum), Danny Blum (1. FC Nürnberg), Ivo Ilicevic (Hamburger SV), Tobias Kempe (Darmstadt 98) aber auch aus dem Ausland, deren Wechselbereitschaft schwer einzuschätzen ist: Hal Robson-Kanu ist walisischer Nationalspieler (FC Reading, 2. englische Liga), Alexandru Chipciu ist rumänischer Nationalspieler (Steaua Bukarest) und Alexander Kacaniklic schwedischer Nationalspieler (FC Fulham). Allesamt sind sie ablösefrei zu haben. Vielleicht kann der VfB sich ja einen angeln? Auffüllen würde ich mit Caniggia Ginola Elva vom VfB II und Dijon Ramaj aus der U19, von dem ich persönlich sehr viel halte.

 

Status quo RM

Martin Harnik

Auch Martin Harniks Vertrag würde ich auflaufen lassen. Für die RM-Position würde ich am liebsten Lukas Rupp einplanen. Sowohl Jean Zimmer als auch Kevin Großkreutz können die Position zur Not ebenfalls bekleiden. Zudem kehrt Marco Rojas aus Thun zurück. Ob es bei seinem geringen Kampfgewicht für die kämpferisch starke Liga reicht, bleibt abzuwarten. Mein Wunschtransfer für das RM wäre Salim Khelifi (Eintracht Braunschweig). Auch Steven Lewerenz von Holstein Kiel bringt tolle Statistiken mit. Dahinter sehe ich aus den eigenen Reihen Adrian Grbic aus der U21 und Sercan Uygun aus der U19.

 

Status quo ST:

Jan Kliment                                                                                                                                                Borys Taschy                                                                                                                                               Artem Kravets                                                                                                                                             Timo Werner                                                                                                                                            Daniel Ginczek

Auf der Mittelstürmerposition würde ich die Leihe von Artem Kravets nicht verlängern. Der Verbleib von Timo Werner kann zumindest als zweifelhaft erachtet werden. Nachfolger könnte Michal Duris von Viktoria Plsen werden, der in tschechiens Liga Vollstreckerqualitäten nachweisen konnte und auch schon Länderspiele absolviert hat. Sein Vertrag läuft aus. Zudem hätte Jungspund Kliment eine Orientierungsperson. Alternativ könnte ich mir Branimir Hrgota und Artjoms Rudnevs vorstellen, die ich beide sehr schätze. Weitere interessante Spieler aus Liga 2 wären Simon Terodde (VfL Bochum), Robert Zulj und Veton Berisha (beide Greuther Fürth). Dahinter würde ich Jan Ferdinand (U19) und relativ bald auch Tim Pöhler (U17) aufbauen. V.a. letzterem traue ich eine richtig große Karriere zu.

 

Trainerstab:

Jürgen Kramny                                                                                                                                              Kai Oswald

Bei Jürgen Kramny befürworte ich grundsätzlich eine Trennung – es ist schlichtweg nicht vermittelbar, mit diesem Trainer weiterzumachen. Kai Oswald würde ich zurück in den Jugendbereich ersetzen, seine Ergebnisse mit der U17 waren sehr ordentlich.

Das Anforderungsprofil sollte relativ klar sein. Es muss ein Trainer sein, der die 2. Liga kennt, aber auch das Potenzial hat, in Liga eins zu trainieren. Er muss junge Spieler entwickeln können und in die Mannschaft einbinden können. Das Kriterium „aus der Region“ sollte hrundsätzlich außen vor gelassen werden. Ich möchte einfach einen Trainer, der alles für den Verein gibt und sich voll damit identifizieren kann. Da spielt es grundsätzlich keine Rolle, woher er kommt.

Als Nachfolger sehe ich Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim ganz weit vorn. Er hat mit extrem geringen Mitteln Heidenheim in der 2. Liga etabliert und mehrere junge Spieler zu gestandenen Zweitligaspielern etabliert. Seine Erfolgsorientierung bewundere ich sehr. Da Heidenheim bzw. Schmidt nach aktuellem Stand abgesagt haben, fände ich Andre Breitenreiter eine gute Option. Er kennt die 2. Liga aus Paderborner Zeiten und hat dort bewiesen, dass er etwas aufbauen kann. Entlassen wurde er mehr als Opfer der Umstände (Bei Paderborn forcierte er den Wechsel, bei Schalke fällt er wohl dem Neuanfang unter dem neuen Manager zum Opfer). Er ist also nie krachend gegen die Wand gefahren und damit gescheitert.

 

Vorstand Sport

Robin Dutt

Ich weiß, dass viele Dutt gerne auf dem Scheiterhaufen sehen würden. Sicherlich hat er eine Mitschuld am Abstieg, v.a. wenn die Berichte stimmen, dass die Saison im März intern für beendet erklärt wurde. Als Vorstand Sport hätte ich mir hier natürlich gewünscht, dass er Arschtritte verteilt und die Mannschaft auf der Höhe hält.

Das Problem ist, dass mir die potenziellen Nachfolger mehr Sorgen machen als ein Weitermachen mit Dutt. Außerdem haben wir enormen Zeitdruck bei der Kaderplanung. Wir dürfen keine Zeit mit einer Sportdirektor-Suche verlieren. Außerdem gibt es offenbar einen Notfall-Plan, der von Dutt bereits erarbeitet wurde. Diesen nicht durchzuziehen zusammen mit der Problematik Zeit wäre fahrlässig.

 

Präsident

Bernd Wahler

Der Präsident ist das Sinnbild des Niedergangs dieses Vereins. Mit Champions-League-Ambitionen in seine Amtszeit gegangen konnte er nie den Verein auch nur ansatzweise in die angestrebten Sphären führen. Es ist Zeit für einen klaren Cut. Bernd Wahler sollte seinen Rücktritt anbieten. Hier kann sich der Verein auch durchaus Zeit mit der Nachbesetzung lassen. Hier gibt es eher keine Zeitproblematik.

 

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On the Highway to zweite Liga

Der Schock über die wohl entscheidende Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt hat sich mittlerweile gelegt. Die Enttäuschung und die Frustration ob des bevorstehenden Abstiegs ist aber noch immer allgegenwärtig. Dieser Verein bringt einen zur Verzweiflung, zum Weinen, zum Kopfschütteln. Wiedereinmal.

Heute morgen habe ich mich mit einem guten Kumpel unterhalten. Er hat mich angehalten, bloß nicht die Hoffnung aufzugeben. Im Fußball könne so viel passieren. Bis zum Schluss. Er scheint den VfB noch nicht aufgegeben zu haben. Blöd nur, dass er HSV-Fan ist.

Ich würde ihm so gerne glauben, aber was zum Teufel soll mir Hoffnung machen? Beim HSV hat am Ende der Schiedsrichter massiv in den Lauf der Dinge eingegriffen. Wenn uns diese Saison eines gelehrt hat, dann dass die Schiedsrichter höchstens für die Konkurrenten pfeifen. Oder gegen uns. Der Blick auf das Online-Portal „Wahre Tabelle“ macht höchstens aggresiv. Beim HSV fasste sich Marcelo Diaz ein Herz und verwandelte einen Freistoß. Eiskalt. Direkt. Unser letztes direktes Freistoßtor datiert noch immer von annodazumal. Beim HSV rackerte vorne Pierre-Michel Lassogga, von dem man halten kann, was man will, der aber eine mitentscheidende Rolle beim letztjährigen Relegationssieg des HSV trug. Der VfB lief gestern ohne (!) nominellen Stürmer auf.

Wie kann man also die Lage beim VfB mit der letztjährigen beim HSV vergleichen? Die Antwort lautet wohl gar nicht. Und das ist das traurige an der Gesamtsituation. Wie um Himmels Willen soll sich der VfB retten? Selbst wer kein Leistungskurs-Mathe-Abi hat, kann die Tabelle lesen: Der VfB hat es schlichtweg nicht in der eigenen Hand. Und mit Wolfsburg einen Gegner, der zwar schon genug unterirdische Spiele diese Saison abgeliefert hat, aber das Spiel sicherlich nicht abschenken wird. Allein schon, um sich einigermaßen versöhnlich von seinem Publikum in die Sommerpause zu verabschieden.

Es ist also eine absolute Scheiss-Situation oder aber um es mit Jürgen Kramnys Worten zu sagen „bitter“. Ich nehme es ihm ab, dass er zu „100%  VfB“ ist, wie Robin Dutt sagt, jedoch hilft das ja auch nichts, wenn er die Punkte nicht am Neckar behalten kann. In der Rückschau muss man wohl sagen, dass es ein Fehler von Robin Dutt war, an Kramny festzuhalten. Kramny wird in Wolfsburg nochmals auf der VfB-Bank Platz nehmen, wohl ein letztes Mal, wenn man den Berichten glauben kann.

Und wohl auch das letzte Mal, dass Bernd Wahler als VfB-Präsident in der Loge Platz nehmen kann. Auch bei ihm gilt ein Abschied als wahrscheinlich. Bei Robin Dutt ist die Situation noch unklar. Man muss ihm in der Trainerfrage den Hauptschuh anziehen, außerdem stellt sich das Problemfeld Innenverteidigung abschließend als todbringend heraus. 72 Gegentore in 33 Spielen sprechen eine (zu) klare Sprache. Die Frage ist, ob es dem Verein gelingt, in kurzer Zeit entsprechenden Ersatz auf dem Sportdirektor-Posten zu finden. Die Zweitligasaison startet früh.

Die entsprechenden Kaderentscheidungen müssen wohl im Rekord-Tempo getroffen werden. Dazu werde ich demnächst auch meine Gedanken zur Kaderplanung schildern.

Doch zum Spiel: Der VfB startete gut, ging früh 1:0 in Führung. Der Kapitän höchstselbst grätschte den Abschluss von Philipp Heise ins Mainzer Tor und feierte den Führungstreffer hochemotional. Die Fans waren da, meine Stimme war bereits nach einigen Minuten im Arsch. Wir schrien weiter, der VfB spielte aber nicht weiter, sondern überließ Mainz das Feld. Viele Spieler, allen voran die Herren Kostic und Didavi zogen in Zweikämpfen immer zurück. Logische Folge war irgendwann das 1:1 durch Malli und dutzende weitere gefährliche Mainzer Konter. In der Folge durften wir uns mehrfach bei einem richtig starken Mitch Langerak bedanken, dass das Spiel nicht in Bremer Verhältnissen endete.

So half auch die Rückkehr von Kevin Großkreutz nicht, den Turn-around zu schaffen. Der Hoffnungsträger machte ein sehr mäßiges Spiel und war an den Gegentreffern nicht unschuldig.Trotzdem wurde er nach dem Spiel als einziger gefeiert. Um eines klarzustellen, ich mag den Kerl auch. Er ist unglaublich authentisch, ehrlich und treu. Deshalb ist er schon wenige Monate nach seinem Transfer nach Stuttgart absoluter Publikumsliebling. Dass er nach dem Spiel weinend ein Interview gab manifestiert das nur.

Der Rest des Vereins hingegegen war der gnadenlosen Wut des Publikums ausgesetzt („Scheiss Millionäre“, „Vorstand raus“, „Wir ham die Schnauze voll“). Einige hirnlose Platzstürmer und Selfie-Jäger suchten die Konfrontation mit der Mannschaft. Einige Spieler blieben auf dem Platz und suchten den Dialog, andere flohen in die Kabine. Kevin Großkreutz musste mit Gewalt von zwei Ordnern vom Platz geführt werden. Am Ende verkroch sich das ganze Team in der Kabine. Hinter verschlossenen Türen. Mit einem Stuhl unter der Tür eingeklemmt. Die blanke Angst. Nach dem Spiel traten einige Mitglieder der Mannschaft den Fans gegenüber. Abgetrennt durch einen Zaun. Irgendwie symbolisch für einen Verein, in dem Fans und Mannschaft immer mehr fremdeln („Außer Kevin könnt ihr alle gehen“).

Nun also der Neuanfang in Liga 2? Ich bin ganz ehrlich: Beim Gedanken, dass nächstes Jahr Vereine wie (bei allem Respekt) Erzebirge Aue oder der SV Sandhausen in einer zu einem Viertel gefüllten Mercedes-Benz-Arena auflaufen, breche ich nicht gerade in Jubelstürme aus. Aber letztendlich hat der Verein jahrelang darauf hingearbeitet. Der Abstieg dieses Jahr ist die Folge der jahrelangen Misswirtschaft, die diesen Verein hat vor die Hunde gehen lassen. Das Ziel muss sein, schnellstmöglich wieder in Liga eins zu kommen, allein schon aus finanzieller Sicht für diesen chronisch klammen Verein. Schon in der grundsätzlichen Ausgangssituation ist die Gefahr groß, dass der Verein den Beispielen 1860 München Karlsruher SC und 1. FC Kaiserslautern folgt und kaum mehr in die Nähe der 1. Liga kommt. Fans, Mannschaft und Management müssen es schaffen, Erfolgsorientierung in den Verein zu bekommen. Wie das gehen soll? Zusammen! Allein sicher nicht.

 

Autor: @vfbsupporter

 

Bildquellen:

Titelbild: http://i1.web.de/image/380/31541380,pd=4,f=lead-xl/kevin-grosskreutz.jpg